Pressemeldungen
  • Notartermin – auch ohne mich?

    Sie wollen bei einer Notarin oder einem Notar eine Wohnung erwerben, Ihr Haus verkaufen oder Anteile an einer GmbH übertragen? Damit eine unabhängige Beratung erfolgen und sämtliche Erklärungen rechtssicher notariell beurkundet werden können, sollten in der Regel alle Beteiligten persönlich bei der Beurkundung anwesend sein. Es gibt jedoch Situationen, wie eine Krankheit oder ein längerer Auslandsaufenthalt, die eine persönliche Wahrnehmung eines unaufschiebbaren Termins verhindern. Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie kann im Ausnahmefall, um das Kontaktrisiko für Personen zu minimieren, die zu einer Risikogruppe zählen, eine rechtssichere Beurkundung auch ohne die persönliche Anwesenheit durchgeführt werden. (...)
    [November 2020]
  • Trennung ohne Rosenkrieg – Wie funktioniert die einvernehmliche Scheidung?

    Jede dritte Ehe wird geschieden - mindestens sagt die Statistik. Trotzdem muss nicht jede Scheidung in einem Rosenkrieg enden. „Wenn beide Partner die Scheidung wollen, kann eine einvernehmliche Scheidung erfolgen“, weiß Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. (...)
    [September 2020]
  • Verkauf gegen Leibrente: Vorsicht!

    In den eigenen vier Wänden wohnen bleiben – und dabei am besten noch monatliche Einkünfte aus der Immobilie erzielen – das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Um sich diesen erfüllen zu können, locken Angebote, die das Versilbern des Familienheims gegen eine Leibrente bewerben. Das Konzept klingt auf den ersten Blick verlockend, vor allem für Alleinstehende oder Paare, die nicht an Angehörige zu denken haben: Das Haus verkaufen und mit einer monatlichen Rente unentgeltlich bis ans Lebensende in dem Haus wohnen. Das kann eine Lösung sein. Doch es ist Vorsicht geboten. Der Schritt will gut überlegt und gut umgesetzt sein. (...)
    [September 2020]
  • Wie gestaltet der Notar bei der Kaufpreisfinanzierung?

    Wer eine Immobilie erwirbt, benötigt meist ein Bankdarlehen. Die Bank ist zur Auszahlung des Darlehens aber nur bereit, wenn sie hierfür eine Sicherheit erhält. Steht als Sicherheit nur das Kaufgrundstück zur Verfügung, beißt sich die Katze in den Schwanz: Der Käufer möchte das Grundstück zwar bezahlen, kann das Grundstück aber nicht zugunsten der Bank belasten, da im Grundbuch noch der Verkäufer als Eigentümer eingetragen ist. Umgekehrt will der Verkäufer das Eigentum erst übertragen, wenn er den vollen Kaufpreis erhalten hat. (...)
    [Juli 2020]
  • Käufer trägt Maklerkosten nur noch bis zur Hälfte

    Ein neues Gesetz, das in der letzten Woche, am 5. Juni, den Bundesrat passierte und im Dezember 2020 in Kraft treten wird, regelt bundesweit die Verteilung der Maklerkosten zwischen Verkäufer und Käufer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern neu. (...)
    [Juni 2020]
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Über uns

Die Notarkammer Sachsen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie wurde am 29.09.1990 gegründet. Im Freistaat Sachsen amtieren derzeit insgesamt 119 Notarinnen und Notare (Stand 01.10.2020), die in der Notarkammer Sachsen zusammengeschlossen sind und durch diese vertreten werden. Die Notarkammer hat über Ehre und Ansehen ihrer Mitglieder zu wachen, die Aufsichtsbehörden bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, die Pflege des Notariatsrechts zu fördern und für eine gewissenhafte und lautere Berufsausübung der Notare und Notarassessoren zu sorgen.

 

Im Rahmen der Unterstützung der Aufsichtsbehörden bei ihrer Tätigkeit ist die Notarkammer insbesondere zuständig für die Bearbeitung von Beschwerden, die bezüglich des Verhaltens einzelner Notare schriftlich bei der Notarkammer eingelegt werden können. Dabei wird durch die Notarkammer die Einhaltung der Dienstpflichten durch den Notar überprüft. Die Prüfung zivilrechtlicher Ansprüche gegenüber einzelnen Notaren oder die Prüfung notarieller Kostenrechnungen obliegt der Notarkammer demgegenüber nicht. Hierfür sind ausschließlich die Gerichte zuständig.

 

Die Notarkammer sorgt ferner für die Pflege der Rechtsgebiete mit notariellem Bezug. In diesem Zusammenhang nimmt die Notarkammer zu Gesetzgebungsvorhaben Stellung und vertritt so die Belange der Notare. Die Notarkammer steht in ständigem Kontakt zu den Ministerien, Gerichten und Behörden, um eine reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen mit den Notaren zu fördern.

 

Außerdem ist die Notarkammer für die Fortbildung der Notare und die Ausbildung des notariellen Nachwuchses verantwortlich. Sie organisiert regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für die Notare, Notarassessoren und Notarangestellte und informiert in Rundschreiben über aktuelle Entwicklungen der Gesetzgebung und Rechtsprechung. Der Aufgabe der Fortbildung dient auch die Zeitschrift für die notarielle Beratungs- und Beurkundungspraxis (NotBZ), die die Notarkammer Sachsen gemeinsam mit den Notarkammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Ländernotarkasse herausgibt.

 

Neben der Notarkammer Sachsen gibt es im gesamten Bundesgebiet weitere 20 Notarkammern, die in der Bundesnotarkammer zusammengeschlossen sind. Bestimmte Aufgaben im Bereich der beruflichen Selbstverwaltung, wie beispielsweise der Abschluss der für jeden Notar gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung, werden von der Ländernotarkasse, einer Anstalt des öffentlichen Rechts, in Leipzig wahrgenommen. Zur fachlichen Unterstützung der Notare, etwa bei komplizierten Fragen des internationalen Rechtsverkehrs, unterhält die Notarkammer Sachsen gemeinsam mit anderen Notarkammern das Deutsche Notarinstitut.